Chill, das Religionsgemeinschaften-Gesetz wird wahrscheinlich auf Stand-By geschoben

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State und Church: Neue Runde im Ring

Die Regierung von Lichtenstein hat den Staub von dem Thema Kirche-Staat-Trennung geklopft, dass jahrelang auf Eis lag. Zwar haben die Bigwigs die Trennung per se erstmal beiseite gelegt, aber sie haben ein Religionsgemeinschaftengesetz in die Pipeline geschoben, um die Beziehung zwischen Kirche und Staat neu zu justieren. Bald könnten neben der Katholischen Kirche auch andere Religionsgemeinschaften offiziell anerkannt werden. Das Gesetz soll insbesondere festlegen, wie die Kohle vom Staat verteilt wird und wie der Reli-Unterricht geregelt wird. Die Regierung wollte eigentlich schon im März das Thema im Landtag aufs Tableau bringen, aber wegen zu vielen anderen Themen wird’s nun April.

Wait a Minute, sagt der Bischof

Jetzt meldet sich aber Bischof Benno Elbs zu Wort, der nach dem Rücktritt von Erzbischof Wolfgang Haas den Laden bis zur Ernennung eines neuen Bischofs schmeisst. Der Dude ist für eine echte Trennung von Kirche und Staat und hat die Abgeordneten gebeten, mit dem neuen Gesetz zu warten, bis der neue Bischof am Start ist. Klar findet er es cool, dass Ungerechtigkeiten beseitigt werden sollen, aber das Gesetz bringt auch mega Veränderungen mit sich, die die Zukunft der katholischen Kirche in Liechtenstein beeinflussen. Daher findet er, der zukünftige Erzbischof sollte auch seinen Senf dazu geben können.

Die Meinungen dazu sind geteilt

Im Januar hat Elbs das schon mal angesprochen, aber die Regierung hat’s nicht gepeilt. Bei den Parteien im Landtag sieht’s aber anders aus. Thomas Rehak (DpL) und der FL-Abgeordnete Georg Kaufmann unterstützen Elbs. Daniel Seger von der FBP findet auch, man sollte den zukünftigen Erzbischof hören. Nur Manfred Kaufmann von der VU sieht das anders. Er findet, das Gesetz ist ein guter Kompromiss und eine Verschiebung würde ein schlechtes Licht auf den Landtag werfen.

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