New Law, New Boss-Options
Der Landtag hat mit 19 Stimmen eine Änderung im Tierseuchenpolizeigesetz durchgewunken. Key-Update: Die Leitung des Amtes für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen (ALKVW) muss kein Tierarzt mehr sein. Fokus shiftet von Fachmedizin zu Leadership- und Management-Skills.
Pro Modernisierung
Regierungsrat Emanuel Schädler pushte die Reform als nötigen System-Upgrade. Die alte Tierarzt-Pflicht sei «nicht mehr zeitgemäss». Heute zähle Management, der Landestierarzt sichere weiterhin das Vet-Know-how. Ziel sei, auch Food-Themen «mindestens gleichwertig» zum Veterinärbereich zu werten. Sein Claim: «Lassen Sie uns das Amt ins 21. Jahrhundert katapultieren».
Contra „reiner Manager“
Markus Gstöhl (VU) sah das anders. Das Mini-Amt mit zwölf Leuten brauche Top-Fachwissen an der Spitze: «Dieses Amt hat ein äusserst breites und komplexes Vollzugsportfolio, das für die ganze Bevölkerung täglich sichtbar ist». Erich Hasler (DpL) warnte, ohne Kompetenz fehle dem Chef der Respekt im Team. Thomas Rehak (DpL) wollte am liebsten einen «Käser».
Kompromiss gescheitert
Gstöhl verlangte per Antrag wenigstens eine abgeschlossene Ausbildung im Food- oder Vet-Bereich. Schädler blockte: kein Retro-Restriktions-Upgrade für ein «antiquiertes Gesetz». Der Antrag kassierte nur sieben Ja-Stimmen, die Hauptreform bekam final 19.
