Lautstärke-Drama in Nendeln
Das Bahnübergang-Läutewerk in Schwemmegass, Nendeln, ist der schreiende Elefant im Raum: 16-mal lauter als das elektrische Pendant in Schaan, wie ein Lärmgutachten enthüllt. Anwohner klagen schon länger, besonders nachts nervt’s – Abhilfe könnte ein elektrisches Läutewerk schaffen.
Dauerbrenner Lärm
Seit zweieinhalb Jahren nervt der Krach in Nendeln. Der Übergang Schwemmegass, beliebt bei Radlern und Fußgängern, ist der Hauptpulsgeber. Anwohner melden „massive Belastungen“ wegen des aufgemotzten Vorläutewerks. Trotz Gesprächen zwischen Land, ÖBB und Anwohnern bleibt die Lösung aus. Das Gutachten zeigt: Die Dezibelwerte sind tagsüber um 2,5 und nachts um 10,5 über dem Limit. Ein Wechsel zu einem elektrischen Läutewerk wird empfohlen.
Gemeinde sagt Nein zur Schließung
Die Schließung des Bahnübergangs nachts steht zur Debatte, doch die Gemeinde Eschen winkt ab: „Die Verbesserung der Lärmsituation könnte durch die ÖBB mit einem geringen technischen Aufwand umgehend erzielt werden.“ Schließung sei unverhältnismäßig und könnte Radler sowie Fußgänger zu illegalen Überquerungen verleiten. Und tagsüber bleibt der Lärm ungelöst. Das Drama geht weiter.
