Care-Migrantinnen chillen immer noch ohne Arbeitsvertrag

1 Min Read
Care-Migrantinnen haben keine gesetzlichen Höchstarbeits- oder Ruhezeiten. (Bild: Keystone)

Care-Migrantinnen im Fokus

In Liechtenstein boomt die Betreuung älterer Menschen durch Care-Migrantinnen aus Osteuropa. Diese arbeiten oft rund um die Uhr, da es keine gesetzlichen Höchstarbeitszeiten gibt. Eine Studie von 2021 zeigt, dass diese Situation ausgenutzt wird. Seit 2006 fordert der Liechtensteiner Arbeitnehmerverband (LANV) einen Normalarbeitsvertrag (NAV), um die Bedingungen zu regeln. Ein Entwurf liegt beim Amt für Volkswirtschaft zur Prüfung, doch Bewegung ist kaum zu erkennen.

Regierung prüft NAV-Entwurf

Der NAV-Entwurf für hauswirtschaftliche Angestellte und 24-Stunden-Betreuung wird derzeit von der Regierung geprüft. Eine Vernehmlassung soll folgen, abhängig vom Klärungsbedarf. Der Entwurf soll auch für Arbeitnehmer gelten, die an Haushalte verliehen werden, was LANV-Präsident Sigi Langenbahn kritisch sieht.

Komplexe Materie, einfache Forderung

In der Schweiz regelt das Arbeitsgesetz bereits viele Aspekte für Care-Migrantinnen. In Liechtenstein ist das nicht der Fall, obwohl ein ähnlicher Schutz gefordert wird. Rund 130 Care-Migrantinnen betreuen etwa 70 Personen im Land. LANV-Präsident Langenbahn drängt auf einen NAV, um Arbeits- und Ruhezeiten klar zu regeln und die Arbeitssicherheit zu sichern.

Zum Originalartikel

Leave a comment