Care-Arbeit soll in die Stats aufgenommen werden

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Eine Befragung in der Ostschweiz zeigt

Unbezahlte Arbeit rockt die Wirtschaft

Frauen weltweit pushen täglich über 12 Milliarden Stunden unbezahlte Care-Arbeit. Würde man das mit Mindestlohn vergüten, wäre der Betrag 24-mal höher als der Umsatz von Apple, Google und Facebook zusammen. Care-Arbeit umfasst Tätigkeiten wie Haushaltsarbeit, Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen. Lisa Hermann vom Verein für Menschenrechte in Liechtenstein betont, dass diese Leistungen unverzichtbar, aber oft unsichtbar sind. 17 Organisationen ziehen jetzt mit einer Kampagne an einem Strang, um darauf aufmerksam zu machen.

Geschlechterrollen 2.0

Care-Arbeit ist nicht nur körperlich und mental anstrengend, sie drückt auch auf die Karrierebremse. Meistens sind es Frauen, die deswegen weniger verdienen und ein höheres Armutsrisiko haben. Eine Studie aus der Ostschweiz zeigt, dass 82 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Männer eine faire Aufteilung wollen. In Liechtenstein sieht’s ähnlich aus, auch wenn die Zahlen fehlen.

Pay and Play

Lisa Hermann fordert flexiblere Arbeitszeiten und denkt laut über eine Bezahlung von Care-Arbeit nach. Wichtig sind auch bessere soziale Absicherungen für pflegende Angehörige. Die Einbindung von Care-Arbeit in die Gleichstellungsstrategie ist ein Muss, damit Frauen im Alter nicht finanziell abgehängt werden.

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