Car-Insurance geht ab, aber wie krass?

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Alles wird teurer, Bro!

Yo, checkt das mal ab: Alles wird teurer – Krankenkassen, Futter, Bau-Rohstoffe. Auch bei Autoversicherungen sagen die Nerds, es geht bergauf. Einige Schweizer haben die fette Rechnung schon im Postfach. Die Schweizer Versicherungen meinen, der Preisanstieg für importierte Ersatzteile ist schuld. „Und auch wir spüren die Auswirkungen davon bereits heute“, sagt Urs Büchel von der Versicherungs-Management Urs Büchel AG in Triesen. Ersatzteile sind teilweise MIA oder nur nach langer Wartezeit lieferbar, Karosseriearbeiten werden wegen der teureren Lacke immer krasser. „Klar, dass da die Versicherungen auch den Hebel ansetzen und nicht selbst für die Mehrkosten aufkommen wollen“, so Büchel.

Real-Talk aus dem Versicherungs-Business

Unser Mann Büchel hat einige Beispiele parat: „Noch vor dem Ukrainekrieg hat der Austausch einer Windschutzscheibe bei einem Modell zwischen 1500 und 1600 Franken gekostet. Vor einigen Wochen hatte ich einen Kunden mit genau diesem Schaden und heute läuft die Rechnung auf 2990 Franken. Alles nur wegen der höheren Preise bei den Ersatzteilen“, erklärt er. Anderes Beispiel: Bei einem Mittelklasse-SUV musste ein Lenkmodul ausgetauscht werden. Früher war das in eineinhalb Tagen erledigt. Heute wartet der Kunde drei Wochen und braucht ein Ersatzauto. „Früher waren das rund 150 bis 200 Franken, heute, bei einer Wartezeit von mehreren Wochen, sind das schnell 3000 Franken oder mehr“, so der Versicherungsprofi.

Versicherungen slayen Prämien

Diese Stories zeigen, wie die Kosten für Karren in den letzten Monaten gestiegen sind. Klar, Versicherungen zahlen den Schaden – aber sie checken auch die Prämien regelmäßig und machen Anpassungen. „Es ist eine ganz einfache Rechnung: Wenn Versicherungen merken, dass sie mit den bisherigen Prämien die Schadensfälle oder die Kosten nicht mehr decken können, dann wird die Teuerung auf die Versicherungsnehmer umgewälzt“, so Büchel.

Keine klaren Aussagen von den Versicherungen

In der Schweiz reden Experten von einer Steigerung von fünf bis zehn Prozent, aber die Versicherungen lassen sich nicht auf so eine konkrete Zahl festnageln. Nicole Hess von der Baloise Versicherung AG meint: „Grundsätzlich können wir festhalten, dass wir Prämien im Rahmen normaler Tarifprüfungen anschauen und bedarfsgerecht anpassen. Die Teuerung führt dazu, dass sich die Prämien nach oben entwickeln.“ Jürg Thalmann von der Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG sagt was Ähnliches und Valérie Beauverd von den Vaudoise Versicherungen versichert, dass sie die Preisentwicklung im Auge behalten und notwendige Maßnahmen ergreifen.

Wie wird’s in Liechtenstein?

Auch einige Liechtensteiner haben schon eine teurere Rechnung bekommen oder ein Schreiben, dass die Versicherung nächstes Jahr mehr kostet. Wie viel teurer es wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. „Versicherungen berücksichtigen bei der Prämienberechnung etliche Faktoren. Dazu können beispielsweise das Alter des Halters zählen, wie lange er bereits Kunde ist, was für ein Auto er fährt, wie viele Unfälle es in der Vergangenheit bereits gab oder welche Reparaturen schon nötig waren“, weiß Büchel. „Es ist ganz klar, die Prämien werden steigen – so wie vieles andere. Aber auf eine genaue Zahl oder einen Prozentsatz kann sich nicht pauschal festgelegt werden“, so Büchel.

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