Bürokratie nervt hart, aber läuft nie ohne sie: Premiere für interaktives Theaterprojekt

2 Min Read
(Bild: Die beiden jungen Schauspieler und Musiker Sabrina Fischer als «Paragraf» und Leon Cremonini als «Echo» haben zusammen mit der Regisseurin Natascha Grasser das Konzept des Theaterprojektes entwickelt.)

Setup: Demokratie als Live-Game

Im Theaterprojekt «Gleichgewicht der Stimmen» sitzen alle um einen Halbkreis von Mics, verkabelt wie in einem Hightech-Studio. Sabrina Fischer als «Paragraf» und Leon Cremonini als «Echo» droppen gleich zu Beginn: «In den letzten 24 Stunden wurden 17 Stimmen aus dem System entfernt. Automatisch aussortiert. Keine messbare Relevanz. Zur Zuhörerschaft: Sie sehen auch nicht so aus, als wären Sie befugt Entscheidungen zu treffen.»

System: Registriert, aussortiert, privilegiert

Per Mic-Registration landet die Mehrheit im System, einige fliegen random raus, ein paar werden zu Privilegierten. «Paragraf» hält streng am Protokoll fest, stempelt alle durch und erklärt: «Ein Veto ist das Einlegen eines Einspruchs der innerhalb eines formell definierten Rahmens passiert, womit man Entscheidungen aufschieben oder ganz auflösen kann». Echo übersetzt: «Also ganz praktisch: Wenn mir etwas nicht passt, kann ich Nein sagen, auch wenn alle anderen Ja sagen.»

Sound, Veto und Almost-Crash

Mit Rap – «Dokumentiert und akkurat hinterlegt. Alles wird kontrolliert und exakt abgelegt» – und verträumtem Sound läuft das Demokratie-Game an. Externe Stimmen glitchen ins System, fast Crash, dann Re-Register und weiter. Im Duett heisst es: «Bürokratie! Ohne dich geht’s nie!»

Demo-Learnings und Facts

Nichtprivilegierte sind nicht vetoberechtigt. «Gleichgewicht der Stimmen» macht demokratische Prozesse als interaktives Game erfahrbar. Nächste öffentliche Show: 18. März 2026, 19.00 Uhr, Haus Gutenberg; Schulvorstellungen im März 2026 sind fully booked.

Zum Originalartikel

Leave a comment