Brauhaus steckt Kohle in neues Dosenabfüll-Center

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«Der Dosenanteil ist in den vergangenen fünf Jahren praktisch jedes Jahr zweistellig gewachsen»

Bierdosen als Trendsetter

In Liechtenstein und der Schweiz gewinnt die Bierdose immer mehr an Beliebtheit: 41 Prozent des Biers wird nun aus Dosen getrunken. „Der Dosenanteil ist in den vergangenen fünf Jahren praktisch jedes Jahr zweistellig gewachsen“, so Bruno Güntensperger, Chef des Liechtensteiner Brauhauses. Um diesen Trend nicht zu verpassen, investiert das Brauhaus in ein neues Dosenabfüll-Kompetenzzentrum im sechsstelligen Bereich.

Nachhaltigkeit und Qualität

Dosen sind nicht nur umweltfreundlich – 96 Prozent werden recycelt – sondern auch effizient im Transport. „Die Dosen haben den Vorteil, dass man sie stapeln kann“, erläutert Güntensperger. Zudem schützen sie das Bier optimal vor Licht und Luft, was Braumeister Lukas Bernardi begeistert. Auch marketingtechnisch bieten Dosen Vorteile: „Durch die Zusammenarbeit mit einem Druckpartner … können bereits Kleinserien ab 360 Dosen abgefüllt werden,“ sagt Güntensperger.

Bierkonsum im Wandel

Der Bierkonsum in Liechtenstein und der Schweiz hat sich seit 1990 drastisch verändert. Während 1990 noch 71 Liter pro Kopf getrunken wurden, waren es 2022 nur noch 50,7 Liter. Die EM könnte den Konsum jedoch wieder ankurbeln, trotz des schlechten Wetters, das den Brauereien zusetzte. „Mit der EM haben wir ein Event, das unabhängig vom Wetter ist,“ meint Güntensperger.

Inland vs. Import

Der Inlandausstoß ist seit den 90ern gesunken: 2023 wurden 3,6 Millionen Hektoliter Bier gebraut, während es 1990 noch 4,2 Millionen waren. Gleichzeitig hat der Bierimport zugenommen: 2022 wurden rund 960.000 Hektoliter Bier importiert – fast doppelt so viel wie zur Jahrhundertwende.

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