Winter Wonderland im September
Vor einer Woche noch im Freibad gechillt, jetzt wird der Wintermantel rausgeholt. Ab Donnerstag gab’s einen krassen Temperatursturz und in der Nacht auf gestern ordentlich Niederschläge. In Malbun, Steg und auf der Gafadurahütte lag gestern bis zu 20 cm Neuschnee. Die Pfälzerhütte postete ein Foto mit 40 cm Schneedecke. Selbst in Triesenberg, Ortsteil Lavadina, fielen die ersten Flocken. In der Schweiz wurden einige Pässe gesperrt, Österreich rüstet sich für Hochwasser. Niederschläge halten bis heute Mittag an, mit einer Schneefallgrenze von 1200 Metern. In den Hochalpen könnte es bis zu 50 cm Neuschnee geben.
Vb-Tief und Lake-Effekt
Verantwortlich ist ein Vb-Tief, bekannt für Unwetter. «Gleichzeitig haben wir es heute aber mit polaren Kaltluftmassen zu tun», erklärt Kenny Vogt vom Wetterring Liechtenstein. Schnee im September ist ab 1200 Metern nicht unüblich, aber die Intensität gestern war krass. Grund ist der Lake-Effekt. Kalte Luft aus dem Norden trifft auf den warmen Bodensee und verdampft. Der Temperaturunterschied sorgt für den Effekt bis ins obere Rheintal, inklusive Gewitter am Morgen.
Keine Panik
Laut Kenny Vogt: «So schlimm, wie es in Teilen Mittel- und Osteuropas erwartet wird, ist es bei uns mit den Niederschlägen nicht.» Bis heute Mittag gibt’s weiter Niederschläge. Ab Sonntag wird’s dank Zwischenhoch wieder besser, und nächste Woche ist kein Schnee in Sicht. «Das Wetter wird wieder hochdruckbestimmt, bei für die Jahreszeit zu erwartenden Temperaturen», so Kenny Vogt.
