Liechtenstein plant Biodiversitätsoffensive
Liechtensteins Natur ist ein Hotspot der Artenvielfalt, dennoch sind mehr als 40% der Brutvögel, über 60% der Reptilien und Amphibien und über 70% der Fische gefährdet. Der neue Aktionsplan Biodiversität 2030+ soll das ändern. Regierungschefstellvertreterin Sabine Monauni betonte die Bedeutung von Biodiversität für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel: „Eine reiche Biodiversität ist auch eine Grundvoraussetzung für Erfolge beim Klimaschutz.“
Naturschutzgebiete und Smaragd-Plan
Liechtenstein plant, 30% des Landes als Naturschutzgebiete zu sichern. Smaragd-Gebiete in Ruggell und Schaan sind im Fokus. Regula Imhof vom Amt für Umwelt betont die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit: „Die Umsetzung muss zusammen mit Vorarlberg passieren.“
Konflikte und Kompromisse
Es gibt Spannungen um Landnutzung, da Böden knapp sind. Der Aktionsplan wurde mit verschiedenen Akteuren entwickelt und bedarf öffentlicher Unterstützung. Sensibilisierungskampagnen sollen das Bewusstsein stärken.
Projekte und Umweltrichtplan
Einige Maßnahmen, wie die Schleppschlauchpflicht, sind bereits umgesetzt. Gemeinden, wie Ruggell, arbeiten an Umweltrichtplänen, um die Biodiversität zu fördern. Christian Öhri betont: „Die Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg.“
