Pflege-Chaos in Liechtenstein
In Liechtenstein rocken zwei Vermittlungsagenturen die Pflege-Scene: „Im Alter Daham“ und die Alterspflege Kieber. Mit rund 70 Kunden und 140 Caregivers halten sie die Altersheime in Schach. Jeanine Parata von „Im Alter Daham“ betont: „Würden diese Personen nicht zuhause betreut, könnte das Land gleich noch ein weiteres Altersheim bauen.“
Stress mit Gewerkschaften
Trotzdem gibt’s Beef mit dem LANV und dem Interregionalen Gewerkschaftsrat Bodensee. Die meckern über „alarmierende Bedingungen“ und „gravierende Missstände“ bei der 24-Stunden-Pflege, kritisieren fehlende soziale Sicherheit, crazy Arbeitszeiten und Mini-Löhne. Die Agenturen checken das nicht, versichern aber, dass alles legal ist. „Wir werden auch regelmässig kontrolliert“, sagt Kieber. Parata fügt hinzu, dass die einzige Beschwerde nicht eingehaltene Pausen betrifft.
NAV-Debatte
Der LANV drängt seit 20 Jahren auf einen Normalarbeitsvertrag (NAV) für Hausarbeit, um Arbeitszeiten und Löhne zu klären. Der Entwurf liegt bei der Regierung und könnte bald kommen. Die Agenturen haben keinen Plan, was drinsteht, sind aber nicht abgeneigt. Kieber meint, der Staat hätte das längst klären sollen. Parata will einen NAV, solange die Pflege bezahlbar bleibt. Ein runder Tisch wäre nice gewesen.
