Bereits die 13. AHV-Rente am Start in unserem kleinen Land

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Die 13. AHV-Rente, auch bekannt als Weihnachtsgeld für Rentner, ist in unserem kleinen Ländle Liechtenstein schon seit 25 Jahren Gang und Gäbe. Jetzt wird bei unseren Nachbarn in der Schweiz heavy diskutiert, ob sie auch eingeführt wird. Am 3. März entscheidet die Schweiz per Volksabstimmung. Aber was steckt hinter dieser 13. Auszahlung? Let’s dig deeper!

First things first: Woher kam die Idee?

Die Initialzündung für das Weihnachtsgeld kam im Jahr 1989 durch eine Interpellation im Landtag. Einige Abgeordnete haben sich gefragt, ob es nicht möglich wäre, unseren Rentnern auch ein „angemessenes Weihnachtsgeld“ auszuzahlen. Chillige Idee, oder?

Und warum das Ganze?

Die Idee kam auf, weil die Leute, die noch im Arbeitsleben stehen, auch einen 13. Lohn bekommen. Die Renter waren die „einzige Ausnahme“.

Und wie sah die AHV das Ganze?

Die AHV war gar nicht amused über die Idee – sie sahen „erhebliche Unsicherheitsfaktoren“ und „zahlreiche rechtliche Probleme“.

Wie wurde das Weihnachtsgeld dann eingeführt?

Das Ganze wurde step-by-step umgesetzt. Ab 1992 gab es eine Viertelsrente mehr, ab 1994 eine halbe Rente. 1998 war es dann soweit: Das Weihnachtsgeld wurde auf eine ganze Rente erhöht. Und so ist es bis heute.

War das Weihnachtsgeld in Liechtenstein immer unumstritten?

Naja, nicht so ganz. Mitte 2010 kam die Regierung aufgrund eines versicherungstechnischen Gutachtens zu dem Schluss, dass das Weihnachtsgeld langsam auslaufen und letztendlich komplett abgeschafft werden sollte. Die Idee war, die Auszahlung auf die üblichen zwölf Monatsrenten umzulegen.

Warum wurde die 13. Rente trotzdem nicht abgeschafft?

Weil es massiven Gegenwind gab, auch aus der Bevölkerung. Auch wenn die Renter durch die Umlegung des Weihnachtsgelds auf zwölf monatliche Renten gleich viel bekommen hätten, haben sie die 13. Auszahlung bevorzugt. Also wurde der Vorschlag zurückgezogen.

Wie kann sich Liechtenstein eine 13. Rente leisten?

Das liegt daran, dass die liechtensteinische AHV finanziell besser da steht als die schweizerische – zumindest momentan. Der Grund: Wir haben höhere Reserven und einen starken Wirtschaftsstandort. Liechtenstein ist klein, bietet aber fast 45.000 Arbeitsplätze – entsprechend hoch ist die Zahl der Beitragszahlenden im Verhältnis zur Grösse des Landes.

Können die Pensionierten im Land weiter auf eine 13. Auszahlung hoffen?

Das hängt von den Finanzen ab. Aktuell steht die AHV solide da: Laut Direktor Kaufmann hat die AHV fast zehn Jahresausgaben in Reserve (Ende 2023). Das Gesetz verlangt mindestens fünf Jahresreserven. Wie es in der Zukunft aussehen wird, wird das nächste versicherungsmathematische Gutachten im Herbst 2024 zeigen.

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