Banken in Liechtenstein machen mit Sparmassnahmen Plus

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Banken-Bilanz

Liechtensteins Banken liefern im ersten Halbjahr 2026 einen Profit-Boost: Alle bisher publizierenden Institute steigerten ihre Gewinne. LGT meldet plus 17 Prozent auf 281,6 Millionen Franken, die LLB mit 105 Millionen Franken den stärksten Halbjahresgewinn seit 2007. VP Bank, Neue Bank und Bank Frick präsentierten ebenfalls positive Zahlen.

Kosten statt Cashflow

Finanzprofessor Martin Angerer sagt: «Das spricht für die Substanz des Platzes.» Die Gewinne basieren jedoch vor allem auf tieferen Kosten; Erträge sanken bei der VP Bank oder stiegen bei der LLB durch wegfallende Integrationskosten. «Eine Kostenbasis über Jahre herunterzufahren, ist harte Arbeit, und ein Teil dieser Einsparungen bleibt dauerhaft.» Sein Fazit: «Die Kosten haben die Institute im Griff, und das Vermögensverwaltungsgeschäft trägt. Woher das Ertragswachstum in zwei, drei Jahren kommen soll, ist damit noch nicht beantwortet.»

Zins-Flaute, Börsen-Plus

Der SNB-Leitzins liegt bei null. «Bei einem Leitzins von null lässt sich auf der Einlagenseite nichts mehr verdienen, negativ verzinsen ist faktisch keine Option und auf der Anlagenseite ist der Ertrag ebenfalls weg». Der SMI stieg dennoch sieben Prozent; Kommissions- und Handelsgeschäft fingen die Zinsflaute auf.

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