Balzner Bürgergenossenschaft vermietet ihr Grundeigentum illegal

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(Bild: In Balzers gibt es reichlich fruchtbares Ackerland. Doch nicht alle Parzellen weisen dieselbe Bodenqualität auf

Farm-Drama in Balzers

In Balzers wird Boden-Quali zur Legal-Soap: Ein Landwirt kämpft sich bis zum Staatsgerichtshof, um sein Pachtland offiziell als «minderwertig» labeln zu lassen – und gewinnt damit einen jahrelangen Rechts-Battle gegen die Bürgergenossenschaft.

Boden-Rating vs. Reality-Check

Die Genossenschaft hatte zwei Parzellen seit 2010 als Top-«A-Boden» geführt. Damit galt der Anspruch des Bauern auf Premium-Ackerland 2019 als erfüllt, während andere Farmers real hochwertigen Boden bekamen. Ein Gutachten aus Uster zeigte später: Die Flächen taugen «grösstenteils nur für die Grünlandnutzung» und bestehen effektiv aus B-, B-minus- und C-Boden. Die Klassifizierung als A-Boden war «völlig falsch».

Intransparentes System und Regelbruch

Der Verwaltungsgerichtshof kritisierte, dass das Geodatenportal nur drei Kategorien kennt, die Genossenschaft aber mit sieben Levels arbeitet – die Übertragung sei «völlig intransparent und nicht nachvollziehbar». Zudem verstosse die Verteilung gegen Artikel 5 des Verpachtungsreglements, da die Flächen nicht fair zugeteilt wurden.

Cash statt Neuverteilung

Die Pachtperiode 2019–2029 bleibt faktisch locked, doch dank Amtshaftungsgesetz kann der Landwirt Schadenersatz fordern: zu viel bezahlten Pachtzins plus entgangenen Gewinn – potenziell ein ziemlich teurer Fail für die Genossenschaft.

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