Digitaler Fahrspaß mit Datenschutz-Dilemma
In der hyper-vernetzten Welt von heute sind die Datenschätze, die Autos über ihre Fahrer sammeln, das nächste große Ding. Markus Reuter von netzpolitik.org droppt bei einem Event in Triesen den Hammer: Autos sind keine privaten Oasen mehr. Unter dem Motto „Mit Vollgas in die Zukunft. Was weiß mein Auto über mich?“ hat Liechtensteins Datenschutzstelle den 19. Datenschutztag gefeiert.
Datenrausch auf vier Rädern
Marie-Louise Gächter von der Datenschutzstelle Liechtenstein erklärt, dass die Autoindustrie oft in einem Graubereich operiert, wenn es um Daten geht. Reuter und sein Team haben herausgefunden, dass ein 2020er Mercedes rund 100 verschiedene Datentypen teilt, darunter GPS-Daten, die fast live übermittelt werden.
Datenlecks und Machtspiele
Volkswagen und Subaru hatten kürzlich massive Datenlecks, sagt Reuter. Franziska Füglistaler von cardossier betont: „Daten bedeuten Macht.“ Die Hersteller kontrollieren den Zugang und treiben die Kosten hoch.
Tipps für Daten-Detox
Reuter rät, Dienste zu deaktivieren oder Oldtimer zu fahren, um dem Datensammeln zu entkommen. Laut Gächter spielen die Hersteller mit Gesetzeslücken, aber bisher gibt’s kaum Beschwerden. Datenschutz-Probleme sollten dort geklärt werden, wo die Hersteller sitzen.
