Aufarbeitung der Todesfaelle ist krasser wichtig als die Finanzen von der Gemeinde

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(Bild: Der Zusammenhang zwischen den drei laufenden Verfahren: Wenige Tage nach seiner Suspendierung wurde ein Mitarbeitender der Gemeinde Triesen tot am Rheinufer aufgefunden.)

Mystery-Case Triesen/Vaduz/Sevelen

Seit dem 24. Dezember läuft in Liechtenstein und der Ostschweiz ein True-Crime-Szenario im Real Life: Vier Tote aus derselben Familie, drei davon in Vaduz, laut Staatsanwaltschaft offenbar «mit einem Messer getötet», eine weitere Leiche am Rheinufer bei Sevelen.

Triple-Case-Setup

Die Ermittlungen sind auf drei Verfahren gesplittet: In Liechtenstein laufen Cases zu den Leichenfunden in Vaduz und zur Gemeindekasse Triesen, in der Schweiz zum Leichenfund in Sevelen. Der 41-jährige Tote von Sevelen war leitender Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Triesen und wurde wenige Tage vor den Ereignissen wegen eines Fehlbetrags von rund 71 000 Franken «vorläufig suspendiert». Es gilt überall die Unschuldsvermutung.

Focus Shift und Communication-Policy

Laut Vorsteherin Daniela Erne-Beck sind die Kassen-Unregelmässigkeiten «aufgrund des Vorgefallenen aktuellen in den Ermittlungen prioritär in den Hintergrund gerückt». Gleichzeitig stellt sie klar: «Das heisst aber keinesfalls, dass die Gemeindeverwaltung den Fall nicht akribisch aufarbeitet.»

«Wir gehen davon aus, dass diese Aufarbeitung einige Monate dauern wird», so Erne-Beck. Infos zu den Leichenfällen bleiben geblockt: «Aufgrund der Eröffnung des Strafverfahrens liegt die Informationshoheit bei den ermittelnden Behörden.»

Staatsanwaltschafts-Vertreterin Brigitte Kaiser ergänzt: «Spekulationen werden keine angestellt.»

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