Atelier 62 macht dicht

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Von einigen ihrer Kunstwerke muss sich Ursula Wolf aufgrund des starken Rauchgeschmacks trennen. (Bild: Bild: Nils Vollmar)

Kreatives Chaos im Atelier 62

Seit 2021 hat Ursula Wolf das ehemalige Bekleidungsgeschäft Faoro Moda in ein lebendiges Kunstwerk verwandelt. Mit bunten Wänden, bemalten Teppichen und funky Lampen schuf sie das Atelier 62. Unter anderem hat sie Formate wie «Auf Augenhöhe» und «Schlafen im Schaufenster» ins Leben gerufen, wo über 50 Künstler in zwei Jahren ihre Werke präsentierten. Ursprünglich war geplant, den Abriss des Gebäudes im Kunstraum Engländerbau zu dokumentieren, doch da der Abbruch immer wieder verschoben wurde, zog das Atelier 62 im Sommer 2024 für eine Ausstellung dorthin um.

Feuriges Finale

Doch dann der Schock: In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember 2024 brannte es im Obergeschoss des Ateliers. Einige Kunstwerke konnten gerettet werden, aber viele, wie die ikonischen Lampen und Bilder auf Tetrapacks, wurden durch Rauch und Löschwasser zerstört. «Das tut mir schon weh», sagt Wolf über den Verlust. Trotz des Chaos bleibt sie optimistisch, da viele Werke ohnehin im Abriss verloren gegangen wären.

Neubeginn nach dem Brand

Ursula Wolf plant, das Projekt mit einer Abschlusspublikation zu würdigen. «Statt des Abbruchs wird nun der Brand in die Dokumentation einfliessen.» Die Erinnerungen an ihre Zeit im Atelier 62 bleiben für sie prägend.

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