Erster Fund in Schaan
In Liechtenstein ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Das einzelne tote Tier wurde unterhalb des Forstwerkhofs Schaan gefunden, nachdem eine Meldung über die entsprechende Plattform eingegangen war. Ob es sich um einen Solo-Fund oder um ein Nest in der Nähe handelt, ist noch offen.
Invasiver Gamechanger
Die ursprünglich aus Asien stammende Art breitet sich in Europa rasch aus. Sie frisst unter anderem Honig- und Wildbienen und kann damit Bestäubung, Biodiversität, Imkerei und Landwirtschaft beeinträchtigen. Grosse Völker und viele Jungköniginnen pushen die Ausbreitung zusätzlich.
Merkmale und Massnahmen
Erkennbar ist die Hornisse an dunkler Färbung, gelben Beinenden, den «gelben Füssen», und einem orangegelben Streifen am Hinterleib. Verdächtige Sichtungen sollen mit Foto oder Video über die Meldeplattform gemeldet werden. Fallen sind laut Amt tabu, weil sie viele heimische Insekten treffen.
Überwachung läuft
Für Menschen gilt keine grössere Gefahr als bei einheimischen Wespen. Nester dürfen jedoch nicht gestört oder selbst entfernt werden. Bienenstände nahe Schaan werden nun gezielt überwacht; Fachpersonen und Imker sind informiert.
