Artgerechte Tierhaltung kann richtig teuer werden

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(Bild: Für Schildkröten ist es deshalb lebenswichtig

Pet-Check: Schildkröten als Long-Term-Investment

Schildkröten als Haustiere gelten laut Rolf Brun nicht pauschal als Top oder Flop: „Diese Frage kann nicht grundsätzlich mit Ja oder Nein beantwortet werden.“ Die Latte liege „höher als bei einem Hamster oder einer Katze“. Pflichtprogramm: Garten, Outdoor-Gehege, keine Indoor-Haltung, Investitionen von „mehreren Tausend Franken und/oder sehr viel eigenem Arbeitseinsatz“.

Housing und Klima-Setup

Gefordert sind ausbruchsichere Anlagen mit Frühbeet oder Treibhaus, wärme-optimiert, südlich ausgerichtet, windgeschützt, mit Kies statt Rasen. Technische Heat-Support ist „unverzichtbar“, inklusive Wärmelampe mit weissem Licht, sonst drohen Verdauungs- und Immun-Probleme nach der Winterruhe.

Social Life, Futter und Safety

Männchen können toxic-aggressiv werden, Pärchenhaltung ist laut Brun „keine gute Idee“. Obst und Kopfsalat sind wegen Zucker und Eiweiss schädlich; gefragt sind energiearme Kräuter, Gräser, Blätter. Junge Tiere brauchen Grid- oder Netzschutz vor Krähen, Füchsen, Hunden und künftig Waschbären.

Artenschutz und Generationsvertrag

Rotwangen-Schmuckschildkröten gelten als invasive Art und sind privat verboten. Brun betont: Eier nicht ausbrüten, weil „es schon viel zu viele Schildkröten gibt, die einen neuen Lebensplatz suchen.“ Schildkröten können über 80 Jahre alt werden – Commitment für zwei bis drei Generationen.

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