New Rules incoming
Die EU plant ein big Update bei der Arbeitslosenversicherung: Künftig soll der letzte Job-State zahlen, nicht mehr der Wohnsitz. Für Liechtenstein mit über 24’000 Grenzgängern könnte das zum echten Gamechanger werden. Aktuell fliessen im Schnitt rund 4 Millionen Franken pro Jahr an arbeitslose Grenzgänger in EU-/Efta-Staaten.
Mehr Claims, mehr Workload
Die Regierung erwartet eine «deutliche Zunahme» von Personen, die in Liechtenstein Arbeitslosengeld cashen könnten – plus extra Admin-Work mit «personelle und räumliche Auswirkungen». Regierungsrat Hubert Büchel hält fest: «Eine genaue Beurteilung der Kosten kann jedoch erst erfolgen, wenn das Inkrafttreten der revidierten EU-Verordnung in Liechtenstein sowie die Inhalte der geplanten Anpassung – insbesondere betreffend Leistungsempfänger, -höhe und -dauer – bekannt sind.»
Cost-Hype und EU-Timing
In der Schweiz rechnet das Seco mit bis zu vierfachen Kosten – mit Unsicherheiten. Die Regierung stellt klar: «Klar ist, dass die Arbeitslosenversicherung durch den im EU-Verordnungsentwurf vorgeschlagenen Wechsel des Leistungserbringers vor grossen Herausforderungen stünde.»
Next Steps und Money-Talk
Bis Herbst wird ein EU-Entscheid erwartet, danach läuft das EWR-Übernahmeverfahren. «Seitens Liechtensteins werden die Interessen Liechtensteins bestmöglich gewahrt», heisst es. Die ALV gilt nicht als «Minusgeschäft», dennoch checkt eine Arbeitsgruppe mögliche Tweaks wie Staatsbeitrag-Comeback, höhere Beiträge oder tightened Anspruchsregeln.
