Amt für Kommunikation zieht Rivada die Frequenzen ab

1 Min Read
Das Satellitenprojekt «Outernet» klingt vielversprechend. Doch bisher konnten einige Verpflichtungen nicht eingehalten werden. (Bild: iStock)

Frequenz-Fiasko in Liechtenstein

Das Amt für Kommunikation Liechtenstein hat der Trion Space AG die Frequenzen entzogen, nachdem Zweifel am Businessplan aufkamen. Chinesische Investoren wurden rausgekickt. Die Rivada AG erhielt dann im Februar 2022 vorläufig die Frequenzen, aber auch hier läuft nicht alles glatt. Der US-Investor hat Geldprobleme, sodass das Amt die Frequenzen nun endgültig zurückzog. Laut einer Verfügung vom 2. Oktober wird die Rivada dagegen Beschwerde einlegen, da sie glaubt, die nötigen Meilensteine erreichen zu können.

Zukunft der Frequenzen

Amtsleiter Rainer Schnepfleitner schweigt zu den laufenden Verfahren. Im September deutete er jedoch an, dass die Frequenzen eventuell an neue Betreiber vergeben werden könnten, was aufgrund der strengen Meilensteine aber unwahrscheinlich sei. Bis 2026 sollten eigentlich 300 Satelliten von Rivada im Orbit sein, aber die Produktion stockt wegen ausstehender Zahlungen.

Deadline-Drama

Die ITU hat klargestellt, dass keine weiteren Fristverlängerungen gewährt werden. Wenn Rivada die Fristen nicht einhält, könnte Liechtenstein die Frequenzen und potenzielle Einnahmen verlieren, inklusive geplanter 10.000 Franken Nutzungsgebühr pro Satellit. Bisher sind dem Land keine Kosten entstanden, rund 2,6 Millionen Franken wurden an Rivada weiterverrechnet.

Zum Originalartikel

Leave a comment