Gold-Deal
Reiner Strangfeld (79), Erfinder einer WC-Druckspülung, vermachte 2018 vor seinem Suizid sein Vermögen der AfD. 2019 setzte die Partei das Erbe auf rund 10 Mio. Euro an – grösste bekannte Einzelspende, fast ein Drittel ihres Vermögens. Laut «Spiegel»-Recherche gingen im Mai 2022 mutmasslich 107 Kilo Gold «in das für seine Diskretion berüchtigte Finanzparadies Liechtenstein gebracht». Schatzmeister Carsten Hütter nannte keinen Grund; vermutet wird Schutz vor Angehörigen oder vor einem Parteiverbot; EU-Outside erschwert den Zugriff.
Legal Battle
Im Rechtsstreit fordern 14 Verwandte das Erbe; sie halten Strangfeld beim letzten Testament wegen psychischer Störung für nicht zurechnungsfähig. Das Gericht ordnete ein posthumes Gutachten an; Ergebnis pending. Eine Grosscousine beantragte die Sicherstellung des Erbscheins. Die AfD weist Ansprüche ab, plane keinen Verkauf: «Der Nachlass befindet sich gesichert im Tresor». Der «Spiegel» verknüpft den Transport mit einer Dienstreise von Hans-Holger Malcomess, angeblich «vor einiger Zeit» per gemietetem Maserati; Kommentar der Partei fehlt.
Regulatory Watch
Mehrere europäische AML-Stellen beobachten; die SFIU äussert sich nicht inhaltlich. Auslands-Transfers sind legal, wenn korrekt deklariert. Hütter beteuert, die AfD verstecke nichts und weise alles transparent aus.
