Casinobann in der Schweiz und Liechtenstein
Ein neues Abkommen zwischen der Schweiz und Liechtenstein tritt am 7. Januar in Kraft. Casinobetreiber in beiden Ländern müssen künftig Daten gesperrter Spieler austauschen und diese Sperren gegenseitig anerkennen. Der Schweizer Casino Verband betont, dass rund 100.000 Spielsperren aus der Schweiz nun auch in Liechtenstein gelten. Dies soll faire Marktbedingungen schaffen und den Spielerschutz stärken.
Finanzielle Auswirkungen
Die liechtensteinische Regierung erwartet durch dieses Abkommen einen Rückgang des Bruttospielertrags, da gesperrte Spieler aus der Schweiz nicht mehr in Liechtenstein spielen können. Das könnte zu weniger Steuereinnahmen führen. Casinos müssen Personen sperren, die über ihre Verhältnisse spielen, süchtig sind oder sich selbst sperren lassen.
Swiss Casinos und Grenznähe
Swiss Casinos begrüßt den Entscheid, da gesperrte Spieler oft nach Liechtenstein abgewandert sind. Ein umfassender Spielerschutz ist nun möglich. Dennoch fordert der Verband, illegale Casinos härter zu bekämpfen, da sie 40% des Marktes ausmachen und den Schweizer Spielerschutz umgehen.
Erweiterung der Sperrlisten
Markus Kaufmann vom Casino-Verband Liechtenstein plädiert für eine Ausweitung auf Deutschland und Österreich. Bis dahin bleibt das Abkommen aus seiner Sicht unzureichend, da gesperrte Spieler nach Bregenz, Lindau oder Konstanz ausweichen könnten.
