71 Rechtstraeger mit Russland-Connection gelten als „verwaist“

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(Bild: Seit Juni arbeitet eine Steuerungsgruppe an Massnahmen für die im Zuge der Russland-Sanktionen verlassenen Rechtsträger.)

Hype vs Reality

Ausländische Medien pushen «Zombie-Trusts»: Reuters nannte ca. 475 Rechtsträger, andere bis 800. Die Regierung meldet per 15. Oktober 218 relevante Rechtsträger mit Russland-Bezug, davon 71 «verwaist»; 174 Fälle seien pendent.

Sanctions Playbook

EU-Sanktionen gelten national; OFAC der USA fährt strikter. Verstösse bedeuten Risiko eigener Sanktionierung, Bankzugangsverbot und Asset-Freeze. Die FMA verpflichtete Treuhänder zu US-Compliance und zur Beendigung betroffener Mandate, wodurch «verwaiste» Strukturen entstanden.

Next Steps

Steuerungsgruppe mit Drei-Stufen-Plan: «Die Steuerungsgruppe ist sich einig, dass für eine fundierte Entscheidungsfindung zunächst detaillierte Informationen zu den betroffenen Strukturen erhoben werden müssen.» Drei Kategorien: 1. Russland- und OFAC-Bezug mit konkretem OFAC-Risiko; 2. Russland-Bezug mit möglicher OFAC- oder EU-Sanktionslage: «Ziel ist es, zu klären, ob die Übernahme eines Liquidatormandats zumutbar ist oder ob das Risiko analog zu den Fällen der Kategorie 1 zu bewerten ist»; 3. kein OFAC-Bezug, amtswegig weiterführbar. «Damit wird einerseits sichergestellt, dass Mandate ohne OFAC-Bezug weitergeführt oder von Amts wegen liquidiert werden, und andererseits Vermögenswerte, die direkt von Sanktionen betroffen sind, weiterhin gesperrt bleiben.»

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