Overflow im Landesspital
Zwischen 21. Dezember 2025 und 5. Januar 2026 liefen in der Notfallstation des Landesspitals Liechtenstein rund 550 Cases auf – im Schnitt etwa 40 Patientinnen und Patienten pro Tag statt der üblichen 20 bis 25. Bereits im Vorjahr lagen die Werte bei rund 35 bis 50 pro Tag. Rund 98 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden direkt vor Ort behandelt, nur etwa zwei Prozent mussten in spezialisierte Kliniken verlegt werden. Der Betrieb lief während der Feiertage 24/7 durch.
Grippewave und Hausarzt-Ferien
Main Driver des Ansturms waren grippale Infekte quer durch alle Altersgruppen, gepusht durch zweiwöchige Weihnachtsferien vieler Hausärztinnen und Hausärzte. Laut Amt für Gesundheit hatten Abwassermonitoring-Daten schon Ende November auf eine stärkere Grippesaison hingewiesen. Als möglicher Grund wurde „eine geringere Durchimpfung der Bevölkerung“ genannt; zudem galt eine zirkulierende Influenza-Variante als ansteckender, ohne Hinweise auf schwerere Verläufe. Personen mit grippeähnlichen Symptomen sollten zu Hause bleiben, Kontakte reduzieren und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Snow, Sports und Silvester
On top sorgten Schneefall und Wintersport für extra Notfälle, während die Silvesternacht laut Landesspital „vergleichsweise ruhig“ blieb. Die detaillierte Auswertung läuft noch; das Niveau dürfte etwa dem Vorjahr entsprechen.
