Milliarden-Schutz im Alpen-Game
Gewitter, Föhn und trockene Blitze bleiben ein echtes Risiko für Liechtensteins Gebäude. Laut FMA waren 2025 Sachwerte von 31,9 Milliarden Franken gegen Feuer und Naturgefahren versichert – mehr als viermal so viel wie das geschätzte BIP von 7,64 Milliarden. Davon entfallen 25,6 Milliarden auf Gebäude.
Sturm und Blitz dominieren
Versicherer zahlten insgesamt 11 Millionen Franken aus. Bei 185 Elementarschäden lag Sturmwind mit 125 Fällen klar vorne, gefolgt von Hagel (46). Bei 95 Feuerschäden verursachte Blitzschlag mit 16 Fällen die meisten Schäden. Grossbrände blieben aus; kein Fall kostete über eine Million Franken.
Solidaritäts-Pool mit Ausnahme
Die Gebäudeversicherung deckt Feuer und Elementarschäden automatisch ab. 13 Versicherer teilen 80 Prozent der Schäden über den Schweizer ES-Pool. Erdbeben sind jedoch nicht im staatlichen System enthalten – dafür braucht es private Zusatzpolicen.
Schätzwert entscheidet
Umbauten müssen gemeldet werden, sonst droht Unterversicherung. Bei Neubauten wird laut Karl Laternser oft zu hoch angesetzt: «Erst bei der nächsten fachmännischen Schätzung zeigt sich, dass der Versicherungsnehmer über Jahre hinweg zu viel Prämie bezahlt hat.»
