19 Kunstschaffende starten gemeinsam in neues Territory

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(Bild: Kunst entsteht nicht erst im fertigen Werk. Sie entsteht im Austausch

Art-Squad im Kunstraum

Im Kunstraum Engländerbau läuft mit «Das Einen» gerade ein kollaboratives Art-Projekt von Visarte Liechtenstein, das komplett auf Teamwork und Process-Vibes setzt. 19 Artists haben zwei Wochen lang im öffentlichen Atelier in sechs Crews gemeinsam gezeichnet, gebaut, diskutiert und live vor Publikum experimentiert – jetzt sind die Results als Ausstellung am Start.

Focus: Prozess statt Endprodukt

Leiter Manfred Näscher lobte die Kuratorin Antonella Barone für ihre «nicht unkomplexe kuratorische Arbeit». Barone machte klar, worum es geht: «Nicht das autonome Kunstwerk bildet den Ausgangspunkt, sondern der Dialog. Nicht das abgeschlossene Resultat, sondern der Prozess seines Entstehens». Recherche, Zweifel, Irritationen, Umwege und Scheitern werden dabei nicht weggefiltert, sondern sichtbar gemacht. «Kuratieren bedeutet in diesem Fall weniger, Antworten zu geben, sondern vielmehr, Räume für Begegnung zu schaffen.»

Collab, Network, Outcome

Mit dabei sind unter anderem Esther Kamp-Häusle, Katharina Bierreth-Hartungen, Yoly Maurer und viele weitere, mit Themen von Rhythmus und Memory bis Transformation. Visarte-Präsidentin Ursula Wolf zieht Bilanz: «Dieses Experiment ist gelungen. Wir haben gemeinsam Neuland betreten. Mit Offenheit, Ausdauer und mit grossem Engagement.» Barone resümiert: «Die Distanz zwischen Kunst und Publikum wird kleiner.» «Das Einen» läuft noch bis 26. Juli.

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